Technologie folgt der Aufgabe

Modelle nach Aufgabe zuordnen und vor dem Einsatz prüfen.

Modellgrösse, Betriebsort, Kosten und Antwortzeit unterscheiden sich. Model Routing bedeutet, Aufgaben nach festgelegten Kriterien einem Modell zuzuordnen.

Kurz gesagt: Model Routing ist die Regel, nach der Swiss AI Factory Aufgaben auf Modelle verteilt. Die Anwendung stellt eine Aufgabe, Factory wählt das Modell – nach Fähigkeit, Datenschutz, Geschwindigkeit, Kosten und Verfügbarkeit.

Prinzip

Vier Schritte je Aufgabe.

Aufgabe klassifizieren

Was ist zu tun, welche Datenklasse, welche Qualität ist nötig?

Modelle bestimmen

Welche Modelle erfüllen die fachlichen und datenschutzbezogenen Vorgaben?

Auswählen

Nach Geschwindigkeit, Kosten und Verfügbarkeit – mit geregeltem Ersatzmodell.

Bewerten

Ergebnis, Kosten und Antwortzeit fliessen in die Qualitätsprüfung zurück.

Beispiele

Aufgabe und Modell zusammenbringen.

Konkrete Modelle und Versionen nennen wir im Projekt.

AufgabeAnforderungTypische Zuordnung
E-Mail klassifizierenschnell, günstig, vielekleines lokales Modell
Vertrag prüfenpräzise, sensibelgrösseres lokales Modell
Besprechung transkribierenSchweizerdeutsch, internspezialisiertes Modell, Private Cloud
Marktrechercheöffentliche Daten, breitexternes Modell
Bericht formulierenQualität, unkritische Datenexternes oder grosses lokales Modell
Modellanpassung

Wenn Wissenszugriff und klare Anweisungen nicht ausreichen.

RAG bedeutet Antworten aus eigenen Dokumenten mit Quellenangabe. Reicht das nicht, kann ein Modell gezielt angepasst werden. Beim Fine-Tuning wird ein Modell mit Beispielen auf eine Aufgabe abgestimmt. Bei der Distillation übernimmt ein kleineres Modell ausgewählte Fähigkeiten eines grösseren. Aufwand und Nutzen werden separat geprüft.

Modellanpassung als Ausnahme, nicht als Regel
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Model Routing

Bindet uns die Modellzuordnung an Swiss AI?

Abhängigkeiten von Plattform, Schnittstellen und Verträgen müssen separat geprüft werden. Die Trennung der Anwendung kann einen Modellwechsel erleichtern.

Was braucht ein Modellwechsel?

Der Wechsel wird in Studio konfiguriert. Vor der Umstellung sind Qualitätsprüfung, Tests und mögliche Anpassungen nötig.

Zeigen Sie interne Details?

Öffentlich zeigen wir Prinzip, Layer und Datenfluss auf hoher Ebene. Interne Topologie, Routing-Regeln, Security-Rules und Versionsstände bleiben intern.

Ist das schon produktiv?

Den Reifegrad je Baustein weisen wir offen aus. Formulierungen wie «ist darauf ausgelegt» beschreiben die Architektur, nicht einen Kundeneinsatz. Studio, Agents und Teile der Factory laufen in unserer eigenen Entwicklungs- und Betriebsumgebung und werden laufend erweitert; weitere Betriebsformen, Mehrfach-Nodes sowie private und lokale Installationen kommen schrittweise dazu.

Nächster Schritt

Modellbedarf Ihrer Aufgaben klären.

Wir schlagen eine Modellstrategie mit Datenklassen und Ausfallregeln vor.